Portfolio Impressionismus >> Edouard Manet

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EdouardManet

 

Édouard Manet (* 23. Januar 1832 in Paris; † 30. April 1883 ebenda) war ein französischer Maler. Er gilt als einer der Wegbereiter der modernen Malerei.
Édouard Manet kam 1832 im Haus Nummer 5 in der Rue des Petits-Augustins (heute Rue Bonaparte) im Pariser Stadtviertel Saint-Germain-des-Prés zur Welt. Das Geburtshaus befindet sich direkt gegenüber der Académie des Beaux-Arts unweit des Louvre. Er entstammte einer bürgerlichen Familie mit republikanischer Gesinnung. Sein Vater, Auguste Manet, war Richter und arbeitete als Leiter der Personalabteilung im Justizministerium. Die Mutter Eugénie-Désirée Manet, geborene Fournier, war die Tochter eines französischen Diplomaten, der als Konsul in Göteborg arbeitete. Der schwedische König Karl XIII. war einer der Paten der Mutter. Eugénie-Désirée Manet tat sich bei Hauskonzerten als Sängerin hervor. Die Eltern verfügten über ererbten Grundbesitz in Gennevilliers, wo Manets Großvater Bürgermeister war. Das dortige Haus diente der Familie als Sommerwohnsitz und die verpachteten Ländereien ermöglichten einen gehobenen Lebensstil. Édouard Manets jüngere Brüder waren der 1833 geborene Eugène und der 1835 geborene Gustave. Der Onkel Edmond-Édouard Fournier begleite Édouard Manet und seinen Bruder Eugène wiederholt in den Louvre, um die dortigen Kunstwerke zu besichtigen.
Von 1838 bis 1844 besuchte Manet die von Abbé Poiloup geleitete Institutsschule in Vaugirard. Anschließend wechselte er ans angesehene Collège Rollin (das heutige Lycée Jacques Decour), wo er 1848 seine schulische Ausbildung beendete. Dort lernte er den späteren Journalisten und Politiker Antonin Proust kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Manet fiel während der Schulzeit durch schlechtes Betragen und ungenügende Leistungen auf. Bei seinen Mitschülern war Manet beliebt, da er von ihnen und den Lehrern Karikaturen zeichnete. Manets Onkel Fournier erkannte das Zeichentalent des Schülers und bezahlte ihm fakultativen Zeichenunterricht am Collège Rollin. Manet fertigte in diesen Jahren im Louvre erste Zeichnungen nach Alten Meistern an und zeichnete bei Ausflügen nach Vincennes auch in der freien Natur.
Nach Beendigung des Collège Rollin strebte Manet eine Laufbahn als Marineoffizier an. Seine Eltern stimmten dieser Idee zu, da der Wunsch des Vaters, sein ältester Sohn möge ebenfalls eine juristische Laufbahn einschlagen, durch die schlechten schulischen Leistungen ausschied. Bei der Aufnahmeprüfung zur Marineschule (École Navale) bei Brest Ende Juli 1848 fiel Manet jedoch durch. Zur Vorbereitung auf eine Wiederholungsprüfung im Folgejahr schiffte sich Manet am 9. Dezember 1848 auf dem Schulschiff Le Havre et Guadeloupe ein, mit dem er zu einer sechsmonatigen Reise nach Brasilien aufbrach. Von dieser Reise sind zahlreiche Briefe Manets an Verwandte erhalten, in denen er von den Erlebnissen der Seereise, vom Karneval in Rio de Janeiro und der Schönheit sowie dem exotischen Reiz der brasilianischen Frauen berichtete. Andererseits warf der sechzehnjährige Manet einen kritischen Blick auf die Sklaverei und äußerte sich besorgt über eine mögliche Wiedereinführung der Monarchie in Frankreich. Während seiner Zeit an Bord des Schiffes zeichnete Manet wiederum Karikaturen, die aber, ebenso wie jene aus der Schulzeit, nicht erhalten sind. Die Erfahrungen der Seereise führten Manet zu dem Entschluss, sich nicht erneut der Prüfung der Marineschule zu stellen und stattdessen den Beruf des Malers zu wählen. Manets späteres malerisches Werk besteht zu etwa einem Zehntel aus Meeresansichten, wobei die Reise nach Brasilien sicher eine inspirierende Rolle spielte.
Nach seiner Rückkehr aus Brasilien konnte Manet seinen Vater davon überzeugen, einer Ausbildung zum Maler zuzustimmen. Schwieriger gestaltete sich die Wahl des Ausbildungsortes, da Manets Vater die klassische Ausbildung an der Académie des Beaux-Arts, Manet selbst eine Atelierklasse bei einem Künstler bevorzugte. Die beiden einigten sich schließlich auf das Atelier von Thomas Couture, der mit seinem Gemälde Die Römer der Verfallszeit im Pariser Salon von 1847 einen triumphalen Erfolg gefeiert hatte. Couture galt seinerzeit als fortschrittlicher Künstler, den zahlreiche junge Maler bewunderten. 1850 begann Édouard Manet hier seine Ausbildung, die vor allem in der Arbeit vor lebenden Modellen bestand. In der Malklasse befanden sich meist 25 bis 30 Schüler, die nicht nur aus Frankreich, sondern auch aus Deutschland und den USA stammten. Der deutsche Maler Anselm Feuerbach war zeitgleich mit Manet im Atelier Coutures, und auch Manets Schulfreund Antonin Proust besuchte den Unterricht. Manet bewunderte zunächst die Fähigkeiten Coutures, der zweimal wöchentlich seine Schüler besuchte, um die Fortschritte zu begutachten. Nach etwa einem halben Jahr begann Manet jedoch die unnatürliche Haltung der Modelle und die Lehrmethoden Coutures zu kritisieren, was zu erheblichen und dauerhaften Konflikten führte. Manet besuchte daher zusätzlich nachmittags die Académie Suisse, um frei von Konventionen zu arbeiten. Darüber hinaus kopierte er Gemälde im Louvre. Hiervon sind Die Madonna mit dem Kaninchen und Jupiter und Antiope von Tizian und das Selbstbildnis von Jacopo Tintoretto erhalten. In der Zeit der Ausbildung unternahm Manet einige Studienreisen. So reiste er mit Couture und seinen Schülern 1853 an die Küste der Normandie, um in der freien Natur zu malen. Manets Vater finanzierte zudem einige Auslandsreisen. 1852 besuchte Manet das Rijksmuseum in Amsterdam, und 1853 folgen die Museen von Kassel, Dresden, Prag, Wien und München. Im Herbst 1853 bereiste Manet zusammen mit seinem Bruder Eugène Venedig, Rom und Florenz, wo er Tizians Venus von Urbino und das Bildnis eines jungen Mannes von Filippino Lippi kopierte. 1854 ging er zusammen mit Antonin Proust zu Eugène Delacroix, um von ihm die Erlaubnis zu erhalten, dessen Dantebarke kopieren zu dürfen. Nach diesem Vorbild entstanden zwei Ölbilder Manets. Trotz des schwierigen Verhältnisses zwischen Couture und Manet blieb dieser sechs Jahre in der Atelierklasse, bevor er sich 1856 von ihm trennte und zusammen mit dem befreundeten Tiermaler Albert de Balleroy ein erstes eigenes Atelier bezog.

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