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BertheMorisot

 

Berthe Marie Pauline Morisot (* 14. Januar 1841 in Bourges; † 2. März 1895 in Paris), auch Berthe Manet, war eine französische Malerin des Impressionismus.
Sie entstammte einer wohlhabenden französischen Familie und erhielt Privatunterricht im Malen und Zeichnen. In den 1860er Jahren war sie eine Schülerin von Camille Corot. Sie lehnte allerdings den konventionellen Stil ihres Lehrers ab und entschied sich für die impressionistische Art der Malerei. Eine enge Freundschaft verband sie mit dem Maler Édouard Manet, der sie zwischen 1868 und 1874 wiederholt porträtierte. Bei aller Annäherung an Manet bewahrte sie jedoch einen selbständigen Stil, häufig geprägt von lichthaltigen Farben und einer starken Betonung graphischer Mittel. Berthe Morisot war die erste Frau in der Gruppe der Impressionisten. 1874 nahm sie mit neun Werken an der ersten Impressionistenausstellung teil und war bis 1886, mit Ausnahme von 1879, an allen Ausstellungen dieser Gruppe vertreten. Im Dezember 1874 heiratete sie Eugène Manet, den Bruder Édouard Manets. Im Folgejahr wurde ihre Tochter Julie Manet geboren.
Berthe Morisot malte bevorzugt Familienszenen, Frauen- und Kinderporträts, Interieurs und Landschaften, unter denen sich häufig Küstenbilder befinden. Berthe Morisot gilt zusammen mit der amerikanischen Künstlerin Mary Cassatt als die bedeutendste Malerin des späten 19. Jahrhunderts.
Berthe Morisot war die Tochter von Tiburce Morisot und Marie Cornélie Thomas. Letztere entstammte einer Familie angesehener und hochrangiger französischer Verwaltungsbeamter. Tiburce Morisots Vorfahren dagegen waren Handwerker-Familien. Dank des Einflusses seines Schwiegervaters erhielt Tiburce Morisot, der die sechzehnjährige Marie Cornélie 1835 geheiratet hatte, im Jahre 1836 eine Stelle in der französischen Finanzverwaltung und bewährte sich dort so sehr, dass er bereits nach vier Jahren zum Präfekten des Verwaltungsbezirkes Cher aufstieg. 1846 wurde er für seine Leistungen zum Offizier der französischen Ehrenlegion befördert. Seine steile Karriere, in deren Verlauf er mit seiner Familie in Valenciennes, Bourges (Berthe Morisots Geburtsort), Limoges, Caen, Rennes und ab 1851 schließlich in Paris lebte, endete zunächst mit dem Beginn des zweiten französischen Kaiserreiches unter Napoléon III. Am 5. Juli 1852 wurde er aus dem Dienst entlassen und nur einer erneuten Intervention der Familie Thomas verdankte er es, dass er Jahre später die allerdings etwas weniger einflussreiche Aufgabe eines Conseiller référendaire à la Cour des Comptes (Rechtsberater des Rechnungshofes) erhielt. Die Familie ist somit der oberen französischen Mittelschicht zuzuzählen. Zusätzlich zum Einkommen aus der Berufstätigkeit von Tiburce Morisot verfügte sie dank des Erbes von Marie Cornélie Thomas über ein Privateinkommen. Die Familie war somit wohlhabend und Berthe Morisot war nie gezwungen, zum Bestreiten des Lebensunterhalts ihre Werke zu verkaufen bzw. die Kunst als Beruf auszuüben.
Aus der Ehe von Tiburce Morisot und Marie Cornélie Thomas gingen insgesamt vier Kinder hervor. Die am 14. Januar 1841 geborene Berthe Morisot war die dritte Tochter. Ihre Schwester Yves Morisot war 1838 zur Welt gekommen und Edma Morisot wurde 1839 geboren. Das Geburtsjahr ihres einzigen Bruders ist nicht genau bekannt. Er kam irgendwann zwischen 1845 und 1848 zur Welt.
Über Berthe Morisots Kindheit ist nur wenig überliefert. Sie selbst erwähnt in ihren später geschriebenen Aufzeichnungen lediglich eine englische Gouvernante. Alle drei Schwestern erhielten Kunstunterricht. Neben Klavier-, Gesangs- und Konversationsstunden war dies damals ein Bestandteil der Ausbildung für Töchter, wie man es in der französischen Mittelschicht für standesgemäß und angemessen empfand. Eine solche Ausbildung war grundsätzlich nicht dazu da, die Voraussetzungen für eine professionelle Karriere auf diesen Gebieten zu schaffen. Es gehörte aber zum guten Ton, dass Frauen der bürgerlichen oder adeligen Gesellschaft genug Fähigkeiten erwarben, um auf einer Abendgesellschaft den Gästen ein Klavierstück oder Lied vortragen zu können. In diesem Sinne wurde von den Töchtern auch erwartet, dass sie die Familie und Familienszenen passabel porträtieren konnten. Kunstunterricht für junge Frauen konzentrierte sich auf Zeichnen und auf kleinformatige Arbeiten in Gouache und Aquarellfarben. Anders als bei der Ölmalerei war dafür kein aufwändiges Atelier notwendig, und der finanzielle Aufwand war deutlich niedriger. Selbst wer sich intensiv mit Aquarellmalerei beschäftigte, musste dafür jährlich nicht mehr als fünfzig Francs aufwenden. Der jährliche Unterhalt eines professionellen Malerateliers, in dem die großformatigen Gemälde entstanden, wie sie im Pariser Salon gezeigt wurden, belief sich dagegen auf zwei- bis dreitausend Francs. Für den Kunstunterricht, den bürgerliche und adelige Töchter erhielten, wurde üblicherweise ein Privatlehrer engagiert. Selbst so angesehene Maler wie Jean-Auguste-Dominique Ingres und Jacques-Louis David unterrichteten junge Frauen in Malerei. Professioneller Kunstunterricht, wie er in renommierten Kunstschulen angeboten wurde, stand Frauen damals dagegen nicht offen. Erst 1897 gab die École des Beaux-Arts als erste Kunstakademie Frankreichs der großen Nachfrage von Frauen für ein Kunststudium nach.

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